Gemeinnützig seit 1999 · Infektiologie · Aufklärung · Patientenhilfe
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Verein & Aktuelles

Unsere Schwerpunkte

Kernbereiche des VBCI e.V.: Intrazelluläre Bakterien, Zoonosen, Neuroinflammation, Toxikologie und Schaukeltherapie.

Der Verein zur Bekämpfung chronischer Infektionskrankheiten e.V. (VBCI e.V.) widmet sich seit mehr als zwei Jahrzehnten der Erforschung, Früherkennung und biologischen Kausaltherapie subakut rezidivierender Multisysteminfektionen. Im Gegensatz zur symptomorientierten Schulmedizin, die Organbeschwerden häufig isoliert voneinander therapiert, betrachtet der VBCI e.V. den menschlichen Körper als hochkomplexes biologisches Regulationssystem, in dem chronische Erregerpersistenzen, Umwelttoxine und Immundysfunktionen ineinandergreifen.


1. Das infektiologische Spektrum des VBCI e.V.

Das diagnostische und wissenschaftliche Hauptaugenmerk unserer Vereinsarbeit liegt auf Erregern, die die Fähigkeit besitzen, in menschliche Wirtszellen, Gefäßendothelien und Bindegewebsstrukturen einzudringen und dort jahrelang unbemerkt zu überdauern.

Unser Spektrum umfasst:

  • Spirochäten & Borrelien: Borrelia burgdorferi sensu lato (inklusive B. afzelii, B. garinii, B. valaisiana, B. miyamotoi).
  • Rickettsien & Anaplasmen: Rickettsia conorii, Rickettsia helvetica, Rickettsia monacensis, Anaplasma phagocytophilum.
  • Bartonellen & Babesien: Bartonella henselae, Bartonella quintana, Babesia divergens, Babesia microti.
  • Atypische intrazelluläre Keime: Chlamydia pneumoniae, Chlamydia trachomatis, Mycoplasma fermentans, Mycoplasma pneumoniae, Coxiella burnetii (Q-Fieber).
  • Zoonotische Mikrokokken & Staphylokokken: Nach den Forschungen von Dr. Walter Tarello intraerythrozytär persistierende Erreger.

Einen umfassenden Überblick über die biologischen Eigenschaften dieser Erregergruppe finden Sie in unserem Fachbeitrag Die wichtigsten Infektionen im Überblick.


2. Intrazelluläre Zoonosen & Vektorübertragungen

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Aufklärungsarbeit ist die Sensibilisierung für Übertragungswege, die über den klassischen sommerlichen Zeckenstich im Wald hinausgehen. Zoonosen – Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden – verbreiten sich durch verschiedenste Vektoren:

  • Haustiere als Reservoir: Hunde, Katzen, Pferde und Kleintiere beherbergen häufig Ektoparasiten (Flöhe, Tierläuse, Milben), die als Vektoren für Bartonellen und Rickettsien fungieren.
  • Arthropoden im Jahresverlauf: Hirschlausfliegen, Kriebelmücken, Taubenzecken und Bettwanzen können gefährliche Erreger übertragen.
  • Lebensmittel- und Tröpfchenexposition: Nicht pasteurisierte Milchprodukte oder kontaminierte Stäube bei landwirtschaftlichem Kontakt.

Vertiefende Einblicke in Reservoire und Übertragungsdynamiken bietet unser Artikel über Zoonosen – Von Tier zu Mensch übertragene Erkrankungen.


3. Virale Persistenzen, Neuroinflammation & Autoimmunerkrankungen

Subakut rezidivierende Infektionen zerstören das zelluläre Gleichgewicht und triggern fatale Fehlsteuerungen des Immunsystems:

  1. Chronische Endothelschäden (Vaskulitis): Die Besiedlung von Gefäßinnenwänden führt zu Mikrothrombosen, Sauerstoffunterversorgung und wandernden Schmerzen.
  2. Sekundäre Autoimmunreaktionen: Durch molekulare Mimikry greift das überforderte Immunsystem körpereigenes Gewebe an (Hashimoto-Thyreoiditis, Rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes, Multiple Sklerose).
  3. Neuroinflammation und Hirnstoffwechsel: Intrazelluläre Neurotoxine und virale Kofaktoren (Borna Disease Virus, Cytomegalievirus, Epstein-Barr-Virus) lösen neuropsychiatrische Symptome wie Depressionen, Panikattacken, chronische Erschöpfung (ME/CFS) und kognitive Störungen aus.

4. Toxikologische Kofaktoren & Kieferherdbelastungen

Eine erfolgreiche Infektionstherapie erfordert die Beseitigung aller Störfelder, die das Immunsystem chronisch belasten:

  • Schwermetalle & Amalgam: Quecksilber, Blei und Dentalmetalle schwächen die zelluläre Abwehr und begünstigen die Biofilmbildung von Bakterien.
  • Stumme Kieferentzündungen (NICO / FDOK): Chronisch fettig-degenerative Osteolysen in zahnlosen Kieferbereichen senden kontinuierlich Entzündungszytokine (RANTES / CCL5) aus.

Unser wissenschaftliches Konzept verbindet biologische Herdsanierungen mit dem gezielten Einsatz von aktiviertem Natur-Klinoptilolith-Zeolith, wie in unserem Grundlagenartikel über toxikologische Aspekte chronischer Infektionen beschrieben.


5. Das therapeutische Konzept: Sequenzielle Schaukeltherapie & Ausleitung

Da intrazelluläre Bakterien bei kontinuierlicher Antibiose rasch in zystische Dauerformen und Biofilme flüchten, setzt der VBCI e.V. auf das bewährte Konzept der sequenziellen, diskontinuierlichen Schaukeltherapie nach der Pasteur-Schule:

  • Gezielte Intervallantibiosen mit rotierenden Wirkstoffklassen,
  • Parallele biologische Toxinbindung zur Vermeidung von Herxheimer-Krisen,
  • Gezielte Immunmodulation und Restitution des Darmmikrobioms.

Details zu diesen Schemata vermitteln wir im Kompendium über Diagnostik und Therapie chronischer Multisystemerkrankungen sowie im Klinischen Leitfaden für Ärzte.

Der Verein fördert den wissenschaftlichen Austausch über diese Schwerpunkte auf regelmäßigen Wissenschaftliche Forschungssymposien (wie auch Historische Fachtagungen und Symposien des VBCI). In akuten Krisen hilft der Betrieb der bundesweiten Infektionsnotstelle. Zur strukturierten Erstorientierung bieten wir Patientenberatung und individuelle Hilfe an.


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